Wie sinnvoll ist das für ein Start-Up, ein Unternehmen oder Selbständige?
Viele Selbstständige und Unternehmen testen KI-Tools zur Logoerstellung, weil sie schnell Ergebnisse liefern und auf den ersten Blick überzeugen. Doch wie tragfähig sind solche Logos wirklich, wenn es um ein schlüssiges Corporate Design geht, Autos bedruckt werden sollen, der Markenauftritt etwas Eigenes sein soll usw.? Aus professioneller Sicht lohnt sich ein genauer Blick.
Selbst LLMs wie Chat-GPT produzieren in kürzester Zeit Logo-Vorschläge. Und nicht mal der Prompt muss inzwischen mehr besonders ausgereift sein.
Farben, Formen und Layouts wirken oft modern und zeitgemäß. Ein extrem schnelle Ergebnis, wirklich in Sekunden ganz ohne spezielle Designkenntnisse. Das ganze kommt dann nach Korrekturen mit viele Varianten, während einige Designer die Korrekturrunden begrenzen oder enorm mit einpreisen. Das bedeutet kanz klar einen günstiger oder kostenloser Einstieg. Für ein kurzfristiges Projekt oder Social-Media-Profile reicht das aus. Fertig. Aber …
In der Praxis zeigt sich schnell, dass kleine Änderungswünsche schwierig umzusetzen sind. Zum Beispiel: „Symbol behalten, Typografie ändern“, „Gesichtsausdruck der Figur freundlicher“ …
KI reagiert hier oft unpräzise und ändert absurderweise die falschen Stellen oder wiederholt ihr Erbebnis ständig. Statt Anpassungen entstehen neue, andere Entwürfe. Das erschwert dann natürlich enorm die gezielte Designentwicklung.
Der größte Schwachpunkt vieler KI-Logos liegt im Technischen, denn oft werden nur Pixelgrafiken (PNG oder JPG) geliefert.
Das bedeutet dann: keine echten Vektordaten und somit keine verlustfreie Skalierung, also eingeschränkte Druckfähigkeit, die besonders problematisch für große Formate ist. Ein professionelles Logo benötigt jedoch skalierbare Vektordateien, z. B.: SVG, EPS, AI oder ein vektorbasiertes PDF.
Nur so b
leibt das Logo scharf, egal ob Visitenkarte, eine Broschüre, eine Schaufensterbeschriftung, Fahrzeugbeklebung oder Messebanner. Übrigens: Ein freigestelltes PNG ersetzt keine Vektorgrafik!
Neulich erst hat mir eine Bekannte ein Logo geschickt, dass ich für einen Film auf einen Banner platzieren soll. Das wirklich nicht häßliche Logo war aber so groß wie eine Visitenkarte und kunterbunt. Auch nur auf DIN A 4 hochskaliert waren die schlimmste Artefakte zu sehen, also ein verpixelter Matsch. Mein Angebot das Logo nachzubauen für die erforderliche Skalierbarkeit fand sie dann wohl doch zu teuer … Und nein, der Tipp von einigen KIs, dass man in Illustrator schnell ein Bild vektorisieren kann, den brauchen Designer dann auch nicht. Wenn es so leicht wäre, aber das Fass mache ich hier besser nicht auf …
Einige Tools liefern tatsächlich Vektordateien. Doch die Designs wirken häufig sehr template-basiert, somit wenig individuell, was bedeutet, dass das Ergebnis schnell als Generator-Logo erkennbar wird. Für einfache Projekte ist das aber durchaus okay, für eine Markenidentität ist das aber zu schwach. Das heißt, spezialisierte Logo-KIs sind technisch besser, da sie wirklich das richtige, nämlich skalierbare Vektorformate liefern, gestalterisch sind sie aber leider schwächer.
Bei genauerem Hinsehen zeigen sich klare Muster. Viele KI-Logos basieren auf Standardformen im Icon-Look und folgen einem „netten“, aber oft aussagelosen Stil. Häufig werden generische Symbole wie Blätter, Kreise, Pfeile oder Wellen eingesetzt, kombiniert mit beliebten Trendfarben und frei verfügbaren Schriftarten ohne echte Individualisierung. Das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick modern, ist aber selten wirklich einzigartig.
Ein professionelles Logo sollte dagegen mehr leisten: Es muss wiedererkennbar sein, zur Marke passen, langfristig funktionieren und sich klar vom Wettbewerb abheben. Gerade im Corporate Design ist Austauschbarkeit ein echtes Risiko, denn ein Logo ist kein dekoratives Element, sondern ein zentrales Identitätsmerkmal eines Unternehmens.
KI kann im Designprozess sinnvoll sein, um die Ideenfindung zu unterstützen, eine Stilrichtung zu testen, in Windeseile Inspirationen zu sammeln und somit das Brainstorming zu beschleunigen – TOP! Aber sie ersetzt weder eine echte Markenstrategie, typografisches Feingefühl, ein konzeptionelles Corporate Design oder zur Not professionelle Reinzeichnung in Vektorformate.
Sinnvoll ist ein KI-generiertes Logo aber für private Projekte, rein digitale Social-Media-Profile oder eine erste Ideenfindung. Wie bei so vielem, die KI dient wunderbar als Werkzeug, aber absolut nicht als Ersatz für einen Profi. Sie kann Ihnen oder den Profis aber durchaus dabei helfen, einen Startpunkt oder eine gute Ideen zu finden. Die professionelle Ausarbeitung bleibt jedoch entscheidend.
Und vergessen Sie nicht: Ein Logo ist mehr als ein hübsches Bild, es ist das visuelle Fundament Ihrer Marke.
Wenn Sie ein individuelles Logo benötigen, dann melden Sie sich gerne unter:
Website in 5 Minuten mit KI …
Dieses Versprechen liest und sieht man aktuell sehr häufig.
Und ja: Mit heutigen KI-Website-Tools kann tatsächlich in kurzer Zeit eine ansehnliche Seite entstehen. Design, Beispieltexte und Grundstruktur werden automatisch, also per Prompt oder Abfrage erzeugt. Erst mal verblüffend, fast magisch!
Aber, und jetzt kommt’s: Schnell online zu sein ist nicht dasselbe wie langfristig gut aufgestellt zu sein. Ob eine KI-Seite sinnvoll ist, hängt also stark vom Ziel der Website ab. Aber eins nach dem anderen …
Moderne KI-Builder können zuverlässig:
• ein solides Design vorschlagen
• In Sekunden Grundtexte erstellen
• Standardseiten anlegen (Start, Leistungen, Kontakt)
• Hosting direkt mitliefern
Für eine erste Präsenz oder eine digitale Visitenkarte kann das völlig ausreichen.
Schneller Start
Man ist in sehr kurzer Zeit online. Wie gesagt, echt magisch.
Kaum Technik nötig
Kein separates Hosting, keine Installation, keine Wartung, keine Programmierkenntnisse nötig.
Niedrige Einstiegshürde
Gut für kleines Budget oder erste Tests.
Inhalte bleiben oft allgemein
KI-Texte sind meist korrekt, aber selten wirklich individuell oder positionierend. Klar, das lässt sich ändern, aber wer das noch nie gemacht hat, wird auch hier schon etwas schwitzen.
Begrenzte Anpassung
Layouts und Funktionen bewegen sich oft in festen Baukasten-Grenzen. Haben Sie ein eigenes corporate Design, hat Ihre Marke an ein Erscheinungsbild?Schwierig.
SEO nur grundlegend
Titel und Texte werden gesetzt, aber strategische Suchmaschinenoptimierung passiert nicht automatisch. Das geht mit Wissen, Beobachtung, Analyse, Anpassung einher.
Anbieter-Abhängigkeit
Website und Hosting sind oft gekoppelt. Ein späterer Umzug ist nicht immer einfach oder mehr als nervig.
Statische Struktur statt echtes CMS
Viele KI-generierte Seiten sind im Kern eher statisch aufgebaut.
Das bedeutet: Inhalte sind zwar editierbar, aber nicht wie in einem klassischen CMS organisiert.
Ein echter Blog mit Kategorien, Schlagwörtern, Archiven oder einfacher Beitragsverwaltung fehlt oft oder ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Für Laien wird es dadurch schwieriger, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen oder strukturiert zu pflegen. Was also bei einer kleinen digitalen Visitenkarte kein Problem ist, wird bei wachsender Website schnell unpraktisch.
Ein Selbstständiger möchte regelmäßig Fachbeiträge veröffentlichen, um bei Google gefunden zu werden und Kompetenz zu zeigen.
Mit einem KI-Tool ist der Start leicht, mit der Zeit merkt er jedoch:
• Beiträge lassen sich nur schwer strukturieren
• SEO-Einstellungen sind begrenzt
• interne Verlinkung kaum steuerbar
• Blogfunktionen sind rudimentär oder fehlen
• Erweiterungen sind limitiert
Die Seite ist da – wächst aber nicht strategisch mit. Nicht selten folgt später ein Neuaufbau und die Gesichter sind dann lang.
Für regelmäßige Inhaltserweiterungen gemacht
WordPress ist ursprünglich als Blog-System entstanden. Das heißt: Die Seite kann und sollte wachsen. Vom Newsletter bis zur Buchungslösung kann vieles ergänzt werden. Eine neue Unterseite nebst Menüpunkt, ein neuer Beitrag, neue Funktionen, neue Fotos, Texte … easy
SEO gezielt steuerbar
Meta-Daten, Sitemaps und Struktur lassen sich bewusst optimieren.
Unabhängiges Hosting
Anbieterwechsel und Skalierung sind möglich. Sie sind also nicht gebunden.
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Viele KI-Website-Tools wirken zunächst günstig. In der Praxis können aber zusätzliche Kosten entstehen:
• monatliche Paket-Upgrades für mehr Funktionen oder Seiten
• KI-Credits/Tokens für weitere Generierung (abhängig vom Anbieter)
• Zusatzkosten für eigene Domain, Tracking oder Integrationen weiterer Funktionen (abhängig vom Anbieter)
Ein Wechsel ist möglich, aber niemals automatisch. Oft bedeutet das:
• Texte und Bilder manuell übernehmen
• Seitenstruktur neu aufbauen, denn die „Verschachtelungen“ sind nicht zu übernehmen
• SEO neu einstellen
• Links manuell neu setzen
FAZIT: Das ist machbar, aber mit überraschend zeitlichem Aufwand verbunden.
| Bereich | KI-Website-Tool | WordPress-CMS |
|---|---|---|
| Startkosten | oft niedrig | Setup aufwendiger |
| Laufende Kosten | monatliche Pakete/Upgrades | Hosting + optionale Plugins |
| KI-Credits | teils Zusatzkosten | nicht relevant |
| Anpassungen | systembegrenzt | flexibel |
| SEO | Basis | gezielt steuerbar |
| Hosting | gebunden | frei wählbar |
| Umzug | oft manuell | Standard-Migration |
KI-Webseiten sind ein gutes Werkzeug für einen schnellen Start. Sie ersetzen aber keine Website, die langfristig gefunden werden, individuell sein und mit einem Unternehmen oder Selbständigen wachsen soll.
Ja, für einfache Zwecke kann eine solche KI-Seite durchaus reichen. Für nachhaltige Sichtbarkeit und sinnvolle Flexibilität ist ein CMS wie WordPress klar die bessere Lösung.
Und bei allem darf man nicht vergessen: Auch Anbieter von KI-Website-Buildern sind Unternehmen mit einem Geschäftsmodell.
Viele Einschränkungen sind kein Zufall, sondern Teil eines Systems, das auf Abonnements, Upgrades und Zusatzfunktionen basiert.
Wenn Sie eine Webseite benötigen, dann melden Sie sich gerne unter:
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